Berichte aus den Caritaskonferenzen

Gedenkgottesdienst der Caritas-Sozialstation           "Für immer lebendig – In meinem Herzen"

1. Karin Hartmann, Teamleiterin der Caritas-Sozialstation Bestwig, bei der Begrüßung. Foto: E. Krämer

Da saß er plötzlich neben ihr, wie aus dem Nichts gekommen, der Ewig Kleine Prinz – neben der Frau auf der Bank im Park. „Ich habe einen lieben Menschen verloren, er ist für immer von mir gegangen“ so sagte es die Frau. Der Kleine Prinzantwortete  „ich lerne immer wieder dazu, er hat das Leben längst gefunden und bleibt so lebendig durch Dich, durch Deine Erinnerungen, Deine Sehnsucht“. Diese Geschichte aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry zog sich sinnbildlich durch den Gedenkgottesdienst  für die Verstorbenen des Jahres 2018 und davor. Unter dem Motto „In meinem Herzen“ gab es im Gedenkgottesdienst immer wieder Gedanken dazu. Albert Schweizer hat mal gesagt „ Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen“.

Eingeladen hatte die Caritas-Sozialstation Bestwig in den Kapitelsaal des Bergklosters die Angehörigen, Bekannte und Freunde der  Verstorbenen. Bei der Begrüßungbetonte Teamleiterin Karin Hartmann, dass im Rahmen derhäuslichen Pflege, teils über einen längeren Zeitraum, ein enger Kontakt zum Pflegenden und den Angehörigen durch das Pflegeteam der Caritas-Sozialstation entstanden sei. Durch den Tod seien die Hilfestellung und die miteinander geführten Gespräche beendet worden.

In Gedanken der Erinnerung, Fürbitten und Liedern gedachten die Angehörigen und Freunde der Verstorbenen. Besonders eindrucksvoll war es, als die 42Namen der in 2018 verstorbenen und gepflegten Personen vom Pflegeteam vorgelesen wurden. Anschließend legtendie Pflegepersonen der Caritas-Sozialstation Schieferherzen mit dem Namen des Verstorbenen in einem großen Herzennieder, begleitet von einer Meditation. So konnten die Angehörigen auch wieder Kraft für den Alltag schöpfen. Unterstützt wurde das Team der Caritas-Sozialstation durch Gemeindereferentin Frau Ursula Klauke und musikalisch durch SchwesterMaria Gregoriavom Bergkloster.
Beim anschließenden Stehkaffee im Bergkloster standen Gespräche und Erinnerungen im Vordergrund; auch kam der Dank von den Angehörigen an das Pflegeteam zum Ausdruck. Gern wurde auch von den Besuchern aufgenommen, dass die Caritas-Sozialstation in ihrer Dienststelle eine Gedenk-Ecke an die Verstorbenen hat. E. Krämer

CKD Ostwig 

Am 3. Adventssonntag feierte die Caritas-Kon-ferenz Ostwig mit 24 Flüchtlingen in der ehemaligen Anne-Frank-Schule ein vorweih-nachtlichesFest. Die Vorsitzende der
Caritas-Konferenz, Bärbel Schwermer, hielt  eine besinnliche Einführungsrede, die diemeisten der Flüchtlinge schon verstehen konnten, und begrüßte dabei alle Flüchtlinge mit Namen und Herkunftsland: 8 aus Eritrea, 6 aus dem Irak, 3 aus Guinea,2 aus Pakistan, 2 aus Syrien, 1 aus Afghanistan, 1 aus der Türkei, 1 aus Bangladesh.

Die nur etwa 15 Besucher aus dem Dorf und sogar der Integrationsbeauftragte der Gemeinde Bestwig, Georg Funke, machten durch ihre Anwesenheit und die Gespräche mit den Flüchtlingen deutlich, dass sie die Caritas und die Flüchtlinge im Bemühen um Integration nicht allein lassen wollten. Schließlich hat Ostwig beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ einen Sonderpreis für Migration gewonnen. Bei Tee, Kaffee und Weihnachtsgebäck kam man sich näher, und die Ostwiger erfuhren etwas über die Lebens-und Fluchtgeschichten der Flüchtlinge. Meron aus Eritrea trug in deutscher Sprache ein Gedicht vor, bevor alle Flüchtlinge mit einer prall gefüllten Geschenktasche bedacht wurden. Wie in jedem Jahr hatte die Löschgruppe Ostwig für die Tische und Bänke und der Turnverein für den Weihnachtsschmuck gesorgt. Dorothea Rath