Zukunft gestalten -                  Kirche vor Ort im Dialog 

Am 14. Januar fand der dritte und vorerst letzte Dialogabend in der Reihe "Zukunft gestalten - Kirche vor Ort im Dialog“ statt. Zu verschiedenen Schwerpunkten haben sich an den drei Abenden in Meschede, Bestwig und Calle je 50 - 70 Teilnehmende mit vorgegebenen Fragestellungen auseinandergesetzt sowie ihre eigenen Fragen, Kritik, Wünsche und Ideen eingebracht. Die Rückmeldung dazu war überwiegend (sehr) positiv.

                       Auch die Hauptamtlichen sowie das Vorbereitungsteam freuen sich darüber, dass nun ein intensiver, offener und konstruktiver Austausch auch bei sehr weit auseinander liegenden Meinungen angestoßen ist und werten das Angebot als einen positiven Schritt.

Gleichzeitig gibt es Aspekte, die noch zu verbessern sind. So fühlen sich noch nicht alle Gemeinden und Gemeindemitglieder des Pastoralen Raums ausreichend einbezogen und mitgenommen. „Hieran wollen wir weiter arbeiten, da sich alle Gemeinden in der Gestaltung des kirchlichen Lebens vor Ort am Ende wiederfinden sollen“, so die Meinung der Verantwortlichen.

Im nächsten Schritt werden deshalb nun die Ergebnisse der Abende im Kreis der Hauptamtlichen ausgewertet und in den Pastoralrat sowie die Pfarrgemeinderäte der einzelnen Gemeinden weitergeleitet. 

Einig sind sich alle Beteiligten darin, dass es gut und wichtig ist, diesen Prozess auch bei den Planungen und Überlegungen für die anstehende Pastoralvereinbarung weiterzuführen, damit das Ziel und die Erwartungen auch spürbar werden.

Über die Pfarrnachrichten und in den Gottesdiensten sowie der örtlichen Presse sollen zukünftig neue Informationen zu aktuellen Zwischenständen des Projektes für alle Interessierten transparent kommuniziert werden.

Pfr. M. Schmitt

Die Hintergründe und Etappen des Dialogweges

Der Pastorale Raum Meschede Bestwig hatte vom 28. September bis 13. Oktober zu einer besonderen Fragebogenaktion eingeladen. Sie diente zur Vorbereitung von drei Gesprächs- und Diskussionsabenden „Zukunft gestalten – Katholische Kirche vor Ort im Dialog“, die sich mit der kirchlichen Situation beschäftigen.

Hintergrund sind die verschiedenen Ereignisse in den vergangenen Wochen, wie unter anderem die Aktion Maria 2.0, der Papstbrief “An das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ und der ab Advent von der deutschen Bischofs-konferenz angestoßene "Synodale Weg".

 

Ein Projektteam aus Ehren- und Hauptamtlichen des Pastoralen Raumes wollte mit den Gremien, den Gemeindemitgliedern und allen Interessierten über die wichtigen Fragen von Glauben und Kirche in dieser Zeit ins Gespräch kommen und überlegen, welche konkreten Bereiche vor Ort angegangen werden können und sollen.

Wichtig war den Veranstaltern dabei, eine große Bandbreite der Beteiligung aus den verschiedenen Bereichen zu ermöglichen, auch wegen der vielfältigen Meinungen, Situationen und Ausrichtungen der hier lebenden Menschen an den verschiedenen Orten. Die Projektgruppe lud zum Dialog untereinander und mit dem Pastoralteam darüber ein, was es vor allem vor Ort braucht, um unsere Kirche und unser Gemeindeleben zukunftsfähig zu gestalten.

 

Die Umfragen in den Gemeinden sollten ein ehrliches Stimmungsbild der Situation auffangen und zur Vorbereitung der Abende dienen. Ziel war es, einen ernsthaften Dialog zu führen, in dem jeder und jede mit seinem und ihrem Standpunkt herzlich willkommen ist.

Darüber hinaus war es den Veranstaltern ein Anliegen, konkrete Ergebnisse zu erreichen, die nicht nur auf dem Papier stehen, sondern tatsächlich spür- und erlebbar sind.

Die Auswertung der Fragebögen floß wesentlich mit in die drei Abende ein, an denen die unterschiedlichen Schwerpunkte des Fragebogens genauer in den Fokus genommen, die Ergebnisse präsentiert und diskutiert und Möglichkeiten der Veränderung erarbeitet und auf den Weg gebracht werden sollten. Der erste Abend zum Thema „Gottesbegegnung heute Glaube und Gottesdienst“ fand am Dienstag, 29. Oktober, im Gemeinsamen Kirchenzentrum St. Franziskus in Meschede statt. Unter dem Thema „Die schwierigen Fragen Missbrauch und Moral“ stand die zweite Veranstaltung am Mittwoch, 13. November, im Bergkloster in Bestwig und Inhalt der dritten am Dienstag, 14. Januar 2020, im St.-Severinus-Haus in Calle war die „Glaubensweitergabe Verkündigung heute und morgen“. Die Abende waren inhaltlich  in sich abgeschlossen. 

 

Ziel  des Dialogprozesses ist es,…
…das kirchliche Leben vor Ort aktiv und zukunftsfähig zu gestalten.
…möglichst viele Menschen an dieser Gestaltung zu beteiligen.
…einen ernsthaften Dialog zu führen, in dem jeder und jede mit seinem und ihrem Standpunkt herzlich willkommen ist.
…konkrete Ergebnisse zu erreichen, die nicht nur auf dem Papier stehen, sondern tatsächlich spür- und erlebbar sind.

 

Das Projektteam
Conny Berkenkopf, Dagmar Dicke, Roswitha Gadermann, Barbara Grundhoff, Angelika Haude, Vikar Jakob Jan Küchler, Pfarrer Michael Schmitt sowie Christine Balkenhol, KompetenzSchmiede Sauerland)