Ökumene

Sie finden hier Terminhinweise mit gemeinsamen Einladungen der katholischen und evangelischen Gemeinden. Sie finden u.a. im Gemeinsamen Kirchenzentrum (Kastanienweg, Meschede) statt. 

Ökumenischer Kalender September - November 2017
Ökumenischer Kalender Sep. bis Nov. 2017[...]
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Faire Woche 2017

Vom 15. – 29.9.2017 findet die faire Woche statt! Das Motto lautet in diesem Jahr „Fairer Handel schaff t Perspektiven“. Auch der Eine-Weltladen Meschede ist mit seinen Produkten dabei. Im Laden finden Sie einen fair gehandelten gedeckten Tisch, der zu einem leckeren Frühstück einlädt. Das Biobrot
gibt es im Klosterladen und Biobutter und andere Köstlichkeiten bei der Käselinde.

 

In der fairen Woche werden folgende Veranstaltungen stattfinden:
Donnerstag, 14.9.2017
Ab 9.15 Uhr (nach der Messe): Faires Frühstück in der OT
Freitag, 15.9.2017
Ab 8.30 Uhr: Der Eine-Weltladen auf dem Wochenmarkt
Ab 9.30 Uhr: Faires Frühstück bei den Grünen
Samstag, 16.9.2017
Ab 15.00 Uhr: Tag der Nachbarschaft, vorher Werbung zur Verwendung fair gehandelten Kaff ees am Vortag auf dem Wochenmarkt
Mittwoch, 20.9.2017
9 - 11 Uhr: Faires Frühstück bei Maria Gierse in Remblinghausen,
Winterberger Str. 20, mit Anmeldung, Tel. 0291 50139
Samstag, 23.9.2017
18 Uhr„kreuz & quer“ Gottesdienst zur fairen Woche
im Gemeinsamen Kirchenzentrum - Thema: „Phantasie für
faires Leben“
Freitag, 29.9.2017
Faires Frühstück in der „Frauenberatungsstelle Meschede“,
Kolpingstraße 18

Gebetszeiten wie in Taize

"Christus schenkte seine Freundschaft allen, er wies keinen Menschen ab. Den Glauben kann man nicht alleine leben. Glaube entsteht, indem man eine Erfahrung der Gemeinschaft macht und dabei entdeckt, dass in Christus die Quelle einer Einheit liegt, die keine Grenzen hat." (Worte aus Taizé)

 

Zum regelmäßigen Taizegebet, zur Begegnung und zum Austausch laden wir an an jedem 2. Montag im Monat, jeweils um 19 Uhr im Edith-Stein-Raum in der Walburga-Kirche (Eingang vom Stiftsplatz aus).

Nächster Termin:  Montag, 9. Oktober.

Kontakt: Lydia Webelhaus, Meschede

kreuz + quer

„kreuz + quer: Gottesdienst für Suchende, Zweifler und andere gute Christen“, mit diesem Titel lädt der ökumenische Planungskreis in Meschede am 4. Samstag im Monat ein.


Die nächsten Termine finden Sie ebenfalls in der Veranstaltungsübersicht der ökumenischen
Veranstaltungen oder unter www.kreuzundquer-meschede.de.

Gemeinsames Wort der Evangelischen und Katholischen Kirche im Sauerland zum Reformationsgedenken 2017

„Gott blies dem Menschen den Odem des Lebens in seine Nase.“ (1 Mose 2,7)
„Gott hat dem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt.“ (Pred 3,11)
„Gott hat den Menschen sein Licht in ihre Herzen gegeben.“ (Sir 17,7)
„Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen.“ (Röm 5,5)
„Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.“ (2 Kor 5,7)

 

Vor 500 Jahren lenkte Martin Luther den Blick auf die Heilige Schrift als dem Evangelium von der Gnade und Barmherzigkeit Gottes, verbunden mit dem Ruf zur Umkehr und Erneuerung. „Das Geheimnis Gottes ist Christus, in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.“ (Kol 2,2f.) Seine Schätze hat Gott auf vielerlei Weise in uns Menschen gelegt, gegeben, eingegossen und eingeatmet.
Doch so wie wir einzelnen Menschen ist auch die Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden wie ein „zerbrechliches Gefäß“, das die Schätze der Gegenwart Gottes in sich trägt. In den Jahrzehnten vor der Reformation war die Zerbrechlichkeit der Kirche so überdeutlich geworden, dass der Blick auf den in ihr liegenden Schatz versperrt schien. Luther und andere Reformatoren wollten das ändern, um die Gegenwart Gottes in der Kirche wieder sichtbar und wirksam werden zu lassen.
Viele menschliche Unzulänglichkeiten auf allen Seiten führten jedoch statt zu einer gemeinsamen Sorge um Gottes Liebe zu dieser Welt zu einem Machtkampf um das „Gefäß“, was dadurch zerbrach. Zwei Kirchen etablierten sich als voneinander getrennte „Gefäße“, die gegeneinander in Stellung gingen, um das je Eigene hervorzuheben und zu verteidigen.
Es dauerte bis in letzte Jahrhundert, bis unter dem Leitbegriff der Ökumene Wege zueinander gesucht und gefunden wurden. Endlich überwog nicht mehr die ängstliche Verteidigung des „Eigenen“, sondern die Trauer um das „zerbrochene Gefäß“ und die Herausarbeitung des Gemeinsamen, das immer viel größer war als das Trennende. Der Blick weitete sich wieder vom Gefäß hin zu dem Schatz, der darin verborgen liegt.

Auch die evangelische und katholische Kirche im Sauerland betrieb vielerlei „strukturelle Gefäßchirurgie“ bis hin zu den jüngsten Veränderungen der Pastoralverbünde und der Neuorganisation von Gemeinden und Kirchenkreisen. Viele Kräfte wurden so gebunden. Aus Anlass des Reformationsgedenkens haben sich nun auf einem ökumenischen Einkehrtag im April 2016 im Bergkloster Bestwig Priester, Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten, Ordensbrüder und Ordensschwestern aus dem Sauerland aufgemacht, um sich gemeinsam unter dem Wort Gottes zusammenzufinden. Dort wurde in die geistlichen Übungen Martin Luthers eingeführt, die interessanterweise eine große Nähe zu den Exerzitien des Ignatius von Loyola haben. In ihrer Spiritualität sind beide Kirchen sehr verwandt.
Und so wandelten Evangelische und Katholische, Männer und Frauen, Alte und Junge, manche in Kutte, andere mit Schleier mit einem Bibeltext durch den Klostergarten, tauschten sich dann darüber aus, feierten zusammen die Vesper und haben zum Schluss gemeinsam gegessen. In unsrer je eigenen Einmaligkeit und Verschiedenheit Nur von seinem Inhalt her wird das Gefäß heil und ganz.
Gewiss bleiben manche Lehrmeinungen trennend. Und dennoch können wir gemeinsam die Schätze Gottes in der Welt zum Leuchten bringen und auf je unsere Weise in unterschiedlichen Farben aufstrahlen lassen. Die vielen Menschen, die Gott suchen, können keinen Scherbenhaufen gebrauchen, sondern sind auf ein „Gefäß“ mit weit offenen Zugängen angewiesen, aus dem heraus Gott alle einlädt, die ihn nötig brauchen und sehnsüchtig suchen. Im Gebet schon vereint bitten wir Gott dafür um seinen Heiligen Geist.

 

Abtei Königsmünster,P. Aloysius Althaus OSB, Abt
Bergkloster Bestwig,Sr. Johanna Guthoff, Provinzoberin
Dekanat Hochsauerland Mitte,Pfr. Georg Schröder, Dechant
Dekanat Hochsauerland Ost,Pfr. Michael Kleineidam, Dechant
Dekanat Hochsauerland West,Pfr. Hubertus Böttcher, Dechant
Evangelischer Kirchenkreis Arnsberg,Pfr. Alfred Hammer, Superintendent