Ökumene

Sie finden hier Terminhinweise mit gemeinsamen Einladungen der katholischen und evangelischen Gemeinden. Sie finden u.a. im Gemeinsamen Kirchenzentrum (Kastanienweg, Meschede) statt. 

Ökumenischer Kalender September - November 2017
Ökumenischer Kalender Sep. bis Nov. 2017[...]
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Ökumenischer Kalender Dezember 2017 - Februar 2018
Ök Kalender Dez2017-Febr 2018.pdf
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Die aktuellen Termine

Mi, 22.11., 18 Uhr
Ök. Gottesdienst am Buß– und Bettag (in der Christuskirche)
Sa, 25.11., 18 Uhr
Kreuz und quer, ök. Gottesdienst für Suchende, Zweifler
und andere guten Christen (Kirchenzentrum)
Fr, 8.12., 18 Uhr Ökumenegebet (Kirchenzentrum)

So, 10.12., 16 Uhr Wir zünden ein Licht für Dich an. Ök. Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder (Kirchenzentrum)

Do, 14.12., 15 Uhr
Adventsfeier für alle Gruppen im Gemeinsamen Kirchenzentrum,
Begegnungsstätte
So, 17.12., 11 Uhr Adventliche Matinee. Lothar Kuschnik und die Mescheder Wind Band II (Kirchenzentrum)

Kompetent im Ehrenamt                                         Klartext: Sexualität in der Flüchtlingsarbeit

Ein Seminar für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Der Umgang mit Sexualität ist ein bewegendes Thema. Erst recht wenn unterschiedliche kulturelle, ethnische und religiöse Grundorientierungen, Wert- und Moralvorstellungen aufeinandertreffen.  Wie gehe ich mit einem Verdacht der Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung um? Was kann ich tun, wenn ich zur Vertrauensperson werde und von traumatischen Erlebnissen erfahre? In diesem Seminar wird über heikle Situationen und schwierige Fakten gesprochen, werden Unsicherheiten geklärt und Handlungskompetenzen gewonnen.

Das Seminar findet am 23.11.2017 von 15 – 18.30 Uhr im Kirchsaal an der Kreuzkirche, Bundesstr. 166, in 59909 Bestwig statt. Die Teilnahme ist kostenlos und unabhängig von Konfession und Nationalität.

Anmeldungen nimmt Frau Voßbis zum 16.11.2017 unter  Tel. 0291 95298220 von 8 – 13 Uhr oder unter barbara.voss@kka-online.de entgegen.

 

Durch den Tag begleiten Sie Pfarrer Peter Sinn, Diakoniepfarrer im Evangelischen Kirchenkreis Arnsberg, Ellen Mendelin-Plauth, Beratungsstelle für Familien- und Lebensfragen der Diakonie Ruhr-Hellweg, beide Ansprechpersonen bei Verdacht auf Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung im Ev. Kirchenkreis Arnsberg und Susanne Schulze vom Referat Ev. Erwachsenenbildung im Ev. Kirchenkreis Arnsberg.

Unser tägliches Brot gib uns heute

Unser tägliches Brot gib uns heute" - für Luther war das 'täglich Brot' auch Kleidung, Haus, Gesundheit, Acker, Freunde, Friede und eine gute Regierung . Wie Luther bei Tisch klare Worte auf die Fragen seiner Zeit fand, so geht es auch bei den Tischgesprächen in der Veranstaltungsreihe um die kulinarischen Happen und theologischen Brocken des Ev. Kirchenkreises um die drängenden Fragen unserer Zeit. Mit der Frage: Was ist zu tun, damit alle Menschen Anteil haben können an der Fülle des Lebens sind Pfarrerin Margot Bell und Pfarrer Peter Sinn in den kommenden Tagen gleich dreimal in evangelischen Kirchengemeinden des Sauerlandes zu Gast. Jeweils um 19 Uhr findet die Veranstaltung am Montag, den 27.11. im Gemeindehaus auf dem Jittenberg in der Ev. Kirchengemeinde Marsberg statt. Am Dienstag, den 28.11 ist die ev. Kirchengemeinde Medebach Gastgeberin in den Räumen am Prozessionsweg. Menschen aus dem Westen des ev. Kirchenkreises sind am Mittwoch, den 29.11. in die Kirchengemeinde Neheim, Burgstrasse 27 eingeladen.

Zur Vorbereitung eines passenden kulinarischen Rahmens für diese Tisch-gespräche ist aus organisatorischen Gründen ein Anmeldeschluss, jeweils eine Woche vor der entsprechenden Veranstaltung nötig. Interessenten werden gebeten sich unter barbara.voss@kka-online.de oder unter Tel. 0291 952 982 20 anzumelden.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Reihe um theologische Brocken und kulinarische Happen werden in 2018 angerichtet. Dann heißt es wieder nach Martin Luther: Der schönste Platz zum Nachdenken ist der Esstisch. Hier trifft sich die Wurst und Gott. 

Gebetszeiten wie in Taize

"Christus schenkte seine Freundschaft allen, er wies keinen Menschen ab. Den Glauben kann man nicht alleine leben. Glaube entsteht, indem man eine Erfahrung der Gemeinschaft macht und dabei entdeckt, dass in Christus die Quelle einer Einheit liegt, die keine Grenzen hat." (Worte aus Taizé)

 

Zum regelmäßigen Taizegebet, zur Begegnung und zum Austausch laden wir an an jedem 2. Montag im Monat, jeweils um 19 Uhr im Edith-Stein-Raum in der Walburga-Kirche (Eingang vom Stiftsplatz aus).

Nächster Termin:  Montag, 13. November.

Kontakt: Lydia Webelhaus, Meschede

kreuz + quer

„kreuz + quer: Gottesdienst für Suchende, Zweifler und andere gute Christen“, mit diesem Titel lädt der ökumenische Planungskreis in Meschede am 4. Samstag im Monat ein.


Die nächsten Termine finden Sie ebenfalls in der Veranstaltungsübersicht der ökumenischen
Veranstaltungen oder unter www.kreuzundquer-meschede.de.

Gemeinsames Wort der Evangelischen und Katholischen Kirche im Sauerland zum Reformationsgedenken 2017

„Gott blies dem Menschen den Odem des Lebens in seine Nase.“ (1 Mose 2,7)
„Gott hat dem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt.“ (Pred 3,11)
„Gott hat den Menschen sein Licht in ihre Herzen gegeben.“ (Sir 17,7)
„Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen.“ (Röm 5,5)
„Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.“ (2 Kor 5,7)

 

Vor 500 Jahren lenkte Martin Luther den Blick auf die Heilige Schrift als dem Evangelium von der Gnade und Barmherzigkeit Gottes, verbunden mit dem Ruf zur Umkehr und Erneuerung. „Das Geheimnis Gottes ist Christus, in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.“ (Kol 2,2f.) Seine Schätze hat Gott auf vielerlei Weise in uns Menschen gelegt, gegeben, eingegossen und eingeatmet.
Doch so wie wir einzelnen Menschen ist auch die Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden wie ein „zerbrechliches Gefäß“, das die Schätze der Gegenwart Gottes in sich trägt. In den Jahrzehnten vor der Reformation war die Zerbrechlichkeit der Kirche so überdeutlich geworden, dass der Blick auf den in ihr liegenden Schatz versperrt schien. Luther und andere Reformatoren wollten das ändern, um die Gegenwart Gottes in der Kirche wieder sichtbar und wirksam werden zu lassen.
Viele menschliche Unzulänglichkeiten auf allen Seiten führten jedoch statt zu einer gemeinsamen Sorge um Gottes Liebe zu dieser Welt zu einem Machtkampf um das „Gefäß“, was dadurch zerbrach. Zwei Kirchen etablierten sich als voneinander getrennte „Gefäße“, die gegeneinander in Stellung gingen, um das je Eigene hervorzuheben und zu verteidigen.
Es dauerte bis in letzte Jahrhundert, bis unter dem Leitbegriff der Ökumene Wege zueinander gesucht und gefunden wurden. Endlich überwog nicht mehr die ängstliche Verteidigung des „Eigenen“, sondern die Trauer um das „zerbrochene Gefäß“ und die Herausarbeitung des Gemeinsamen, das immer viel größer war als das Trennende. Der Blick weitete sich wieder vom Gefäß hin zu dem Schatz, der darin verborgen liegt.

Auch die evangelische und katholische Kirche im Sauerland betrieb vielerlei „strukturelle Gefäßchirurgie“ bis hin zu den jüngsten Veränderungen der Pastoralverbünde und der Neuorganisation von Gemeinden und Kirchenkreisen. Viele Kräfte wurden so gebunden. Aus Anlass des Reformationsgedenkens haben sich nun auf einem ökumenischen Einkehrtag im April 2016 im Bergkloster Bestwig Priester, Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten, Ordensbrüder und Ordensschwestern aus dem Sauerland aufgemacht, um sich gemeinsam unter dem Wort Gottes zusammenzufinden. Dort wurde in die geistlichen Übungen Martin Luthers eingeführt, die interessanterweise eine große Nähe zu den Exerzitien des Ignatius von Loyola haben. In ihrer Spiritualität sind beide Kirchen sehr verwandt.
Und so wandelten Evangelische und Katholische, Männer und Frauen, Alte und Junge, manche in Kutte, andere mit Schleier mit einem Bibeltext durch den Klostergarten, tauschten sich dann darüber aus, feierten zusammen die Vesper und haben zum Schluss gemeinsam gegessen. In unsrer je eigenen Einmaligkeit und Verschiedenheit Nur von seinem Inhalt her wird das Gefäß heil und ganz.
Gewiss bleiben manche Lehrmeinungen trennend. Und dennoch können wir gemeinsam die Schätze Gottes in der Welt zum Leuchten bringen und auf je unsere Weise in unterschiedlichen Farben aufstrahlen lassen. Die vielen Menschen, die Gott suchen, können keinen Scherbenhaufen gebrauchen, sondern sind auf ein „Gefäß“ mit weit offenen Zugängen angewiesen, aus dem heraus Gott alle einlädt, die ihn nötig brauchen und sehnsüchtig suchen. Im Gebet schon vereint bitten wir Gott dafür um seinen Heiligen Geist.

 

Abtei Königsmünster,P. Aloysius Althaus OSB, Abt
Bergkloster Bestwig,Sr. Johanna Guthoff, Provinzoberin
Dekanat Hochsauerland Mitte,Pfr. Georg Schröder, Dechant
Dekanat Hochsauerland Ost,Pfr. Michael Kleineidam, Dechant
Dekanat Hochsauerland West,Pfr. Hubertus Böttcher, Dechant
Evangelischer Kirchenkreis Arnsberg,Pfr. Alfred Hammer, Superintendent