Pfarrgemeinderatswahlen 2017

Internetseite zur Wahl 

Unter dem Motto "Jetzt staubt's!" steht die Wahl zu den Pfarrgemeinderäten. Ausführliche Informationen zur Wahl und zu den pastoralen Gremien finden Sie auf der Internetseite www.kirche-waehlen.de

Gremien im Bereich Ruhr-Valmetal

Im Bereich der zusammengeschlossenen Pfarrei St. Andreas Velmede, die die sieben Gemeinden Andreasberg, Bestwig, Heringhausen, Nuttlar, Ostwig, Ramsbeck und Velmede umfasst, gibt es eine Sondersituation im Bereich der Gremien. Zusätzlich zum (gemeinsamen) Pfarrgemeinderat wird in jedem Ort ein Kirchengemeinderat gewählt. Die Unterschiede der Gremien, ihre Zuständigkeiten und Aufgaben sind in einem Flyer dargestellt, der hier zur Einsicht und zum Ausdrucken bereitsteht. 

Infoflyer "Gremien im Ruhr-Valmetal"
Flyer.Gremien.RVx.pdf
PDF-Dokument [2.0 MB]

"Hirtenwort" von Pfarrer Schmitt zur Wahl 

Am 10. September findet der jährliche „Tag des offen-en Denkmals“ statt. Seit 1993 wird dieser Aktionstag am zweiten Sonntag im September bundesweit durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert und verzeichnet jeweils mehrere Millionen Besucher. Ziel des „Tags des offenen Denkmals“ ist es, die Bedeu-tung des baukulturellen Erbes erlebbar zu machen.
„Tag des offenen Denkmals“ - eine äußerst lobens-werte Aktion, aber in unserem kirchlichen Bereich, im
Leben der Christen vor Ort, im Sinne einer praktizierten Religiösität kann dieser Begriff auch nachdenklich stimmen: Werden unsere Kirchen, Gottes- und Gemeindehäuser auch zu – wenn vielleicht auch offenen – Denkmälern? Sicherlich Denkmäler und damit auch
kirchliche Gebäude sollen zum Denken, zum Nachdenken anregen, im wahrsten Sinne des Wortes über „Gott und die Welt“. Nur sie sollen mehr sein, als ein vielleicht einmal im Jahr zu besichtigendes Baudenkmal, als
eine Erinnerungsstätte vergangener Zeiten! Sie sollen Orte des kirchlichen Glaubenslebens in all seinen Facetten sein. Doch wie erreicht man das? Oder besser gefragt: Wie erreichen wir das?


Am 11./12. November werden in den nordrhein- westfälischen Bistümern die Pfarrgemeinderäte neu gewählt. Die damit verbundene Kampagne „Jetzt staubt’s“ greift diese Frage in unserer Kirche auf und wendet sich damit an die 6,2 Millionen wahlberechtigten Katholiken in Nordrhein-Westfalen: Wie wollen
wir angesichts der radikalen gesellschaftlichen Veränderungen in Zukunft Christen sein und nicht nur Verwalter alter Gebäude vergangener Zeiten? Wie wird Kirche morgen aussehen? Wie machen wir Lust auf Glauben, damit Kirche ein wirkliches Denkmal ist, das zum Nachdenken und zur Begegnung mit Gott anregt? Wie kommen wir zu einem Christsein aus Berufung?

Wenn wir das Evangelium verkünden und in die Welt tragen wollen, müssen wir nah an den Menschen sein – und zwar an allen Menschen und in allen Milieus. Das erfordert Veränderung, Umgestaltung und Erneuerung – und, dass es dabei auch staubt, ist unausweichlich. Der Staub steht allerdings nicht nur für Verfall, Veraltetes und Verschüttetes, sondern er ist vor allem auch ein
Zeichen dafür, dass etwas passiert: Engagement und Umbruch wirbeln nun mal Staub auf. Die nötigen Werkzeuge sind vorhanden, jetzt geht es ums beherzte Anpacken! Es lohnt sich, unter all dem Kirchen-Staub das freizulegen, was an Qualitäten verborgen ist. Wo Staub ist, ist auch Leben. Das gilt umso mehr für den Glauben. Seit der Wüstenwanderung des Gottesvolkes. Seit Christus dem Grab entstiegen ist. Seit Gott uns mit seinem Geist beschenkt ihn ausstreut wie Sternenstaub – und damit immer neue, immer frische Lebendigkeit
verbreitet.


Am 11./12. November werden die Pfarrgemeinderäte - und bei uns in einigen Gemeinden auch Kirchengemeinderäte - neu gewählt. Bringen Sie sich ein! Es ist eine Chance, vor Ort und vom Ort aus unsere Kirche mitzugestalten. Stellen Sie sich zur Wahl oder helfen sie mit, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu finden. Die in den Kirchen aufgestellten Boxen bieten die Möglichkeiten, geeignete Mitchristen für eine Kandidatur vorzuschlagen. Machen Sie
davon Gebrauch! Und: Gehen Sie im November wählen! Eine hohe Wahl-beteiligung ist Ermutigung und Rückendeckung für die, die sich ehrenamtlich
bei uns in den Gemeinden des Pastoralen Raumes Meschede Bestwig
engagieren. Eine hohe Wahlbeteiligung ist Ermutigung und Bestärkung für die Ehrenamtlichen, aber auch für alle hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ohne Ihren Rat und Ihre Unterstützung nicht gut arbeiten könnten. Es lohnt sich, Staub aufzuwirbeln, Altbewährtes neu zu entdecken,
neue Wege zu wagen
Bei der Wahl sind alle katholischen Christen wahlberechtigt, die an dem Datum ihr 14. Lebensjahr vollendet haben. Auch wer sich als Kandidatin oder Kandidat zur Wahl stellen will, muss dafür am Wahltag nun nur noch 14 Jahre statt wie bisher 16 Jahre alt sein. Die Kandidatinnen und Kandidaten müssen der katholischen Kirche angehören, in der Pfarrgemeinde ihren Hauptwohnsitz
haben oder am Gemeindeleben teilnehmen.
In seiner Pfingstpredigt im Jahr 2013 sprach Papst Franziskus auf treffende Weise an, spürbar ist: „... Wir haben Angst, Gott könne uns neue Wege gehen lassen, uns herausführen aus unserem oft begrenzten, geschlossenen,
egoistischen Horizont, um uns für seine Horizonte zu öffnen,“ und „Wenn
Gott sich offenbart, bringt er Neues – Gott bringt immer Neues –, verwandelt und verlangt, dass man ihm völlig vertraut ...“.
Dies wurde in der Geschichte des Gottesvolkes seit frühsten Zeiten gefordert, die Kirchengeschichte der vergangenen 2000 Jahre berichtet davon und der Glaube, unser Glaube erwartet von uns, dass wir uns in diesem Sinne
dieser Zeit und dieser Welt annehmen und, wo es geht, Verantwortung
übernehmen, damit Kirche und Glaube mehr ist und bleibt, als ein noch so schöner „Tag des offenen Denkmals“! Pfarrer Michael Schmitt