Hilfe für Nepal

Nepal.tj.Ein langer, steiniger Weg liegt vor ihnen. www.

Ein Jahr ist es jetzt her, dass im April und Mai schwere Erdbeben Nepal verwüstet haben. Laut der nepalesischen Regierung starben 8.800 Menschen an den Folgen der Beben, rund 22.300 wurden verletzt. Unzählige Menschen wurden obdachlos, Krankenhäuser und Schulen zerstört, die Strom- und Trinkwasserversorgung brach zusammen.
Pfarrer Günter Eickelmann, Johannes Börger und Norbert Grobbel, alle mit langjährigen Beziehungen zum Land Nepal und Kenntnissen der Situation dort, organisierten eine Spendenaktion, die auch aus unseren Gemeinden großzügig unterstützt wurde. Mehr als 250 000 Euro wurden im vergangenen
Jahr in unserem Pastoralverbund gespendet und an das Hilfsprojekt weiter geleitet.
Aus der ersten, akuten Hilfe zum Überleben ist inzwischen ein Hilfsprojekt geworden, das den Menschen in Nepal nachhaltig hilft. „Unzählige Menschen müssen in den Erdbebengebieten unter menschenunwürdigen Bedingungen leben. Wir möchten Ihnen wieder etwas Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben - soweit und solange uns das möglich ist.", so beschreibt Johannes Börger seine Motivation, mittel- und langfristige Hilfe weiter über den inzwischen gegründeten Verein zu organisieren. „Nicht überall ist es uns möglich zu helfen, aber dort wo es geht, möchten wir es tun. Wir wünschen uns, dass auch diejenigen, die heute in Nepal notleiden, schon morgen vielleicht wieder etwas hoffnungsfroher in ihre Zukunft schauen können – das ist unsere Mission.“

 

Für 2016 ist vor allem der Wiederaufbau von Schulen, Dorfgemeinschaftseinrichtungen und Familienhäusern geplant. Auch die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung ist nach wie vor eine Aufgabe, ebenso wie die Unterstützung von Witwen und alleinstehenden Frauen mit Kindern. Lesen Sie dazu den Bericht von Norbert Grobbel, der aktuell in Nepal war.


„Danke an Sie alle, die sich um unsere Arbeit so bemühen und uns hilfreich zur Seite stehen, damit wir so erfolgreich mit unserem Nepal-Hilfe-Projekt geworden sind. Der neue Verein „LICHTBLICK NEPAL e.V. „ macht gute Fortschritte, in Nepal haben wir auch den Partnerverein „UJYALO NEPAL„ gegründet, der unsere Maßnahmen in unserem Sinne durchführen hilft. Auch in Nepal ist die Allgemeinnützigkeit anerkannt worden, so dass wir hoffen, leichter gute Hilfe leisten zu können. Und gute Hilfe wird in Nepal noch ganz viele Jahre nötig sein.“, schreibt Johannes Börger an unsere Gemeinden.
Der Verein freut sich über weitere Spenden und über weitere Mitglieder, die dazu beitragen, nachhaltig weiter zu helfen, damit die Menschen in Nepal – vor allem auch die Kinder – auf eine gute Zukunft hoffen dürfen.


„Viele Menschen im Sauerland und ganz Deutschland nehmen Anteil am Schicksal der nepalesischen Bevölkerung und unterstützen uns mit ihren Spenden. Wir danken ihnen von ganzem Herzen und garantieren, dass diese Gelder von uns persönlich vor Ort bei den Menschen investiert werden, bei denen die Not am größten ist." (Norbert Grobbel)

Unter www.erdbebenhilfe-nepal.de. finden Sie aktuelle Informationen,
Berichte und Fotos.


Spendenkonto:
Verein Lichtblick Nepal e.V.
Volksbank Bigge-Lenne eG
IBAN: DE19 460 628 17 00 227 221 00
BIC: GENODEM1SMA

Stichwort „Erdbebenhilfe Nepal"

Reisebericht Norbert Grobbel: Hilfsmaßnahmen in Nepal gehen voran

Lichtblick Nepal e.V.

Politische Auseinandersetzungen erschwerten Wiederaufbau

Durch politische Auseinandersetzungen war die indisch-nepalesische Grenze von Oktober 2015 bis Februar 2016  gesperrt. Nahezu alle Wirtschaftbereiche des Landes waren dadurch lahmgelegt, da ein Großteil der Waren und Güter über diese Grenze nach Nepal gelangt. Auch der Nachschub der dringend benötigten Baustoffe in das Erdbebengebiet war abgeschnitten. Besonders für die unzähligen Erdbebenopfer hat sich die ohnehin schon prekäre Lage dadurch weiter zugespitzt.

Anfang Februar 2016 wurde die Blockade zwar aufgehoben, dennoch bereitet die Versorgung der Einwohner mit Diesel, Benzin und Kochgas weiterhin Schwierigkeiten. Es wird Wochen, wenn nicht gar Monate dauern, bis sich das Leben wieder normalisiert. Strom ist meist nur für höchstens 9 Stunden am Tag verfügbar. Das erschwert viele Produktionsabläufe und das alltägliche Leben der Menschen. Selbst die Trinkwasserversorgung in vielen Dörfern ist dadurch eingeschränkt, da die Pumpen oft nicht arbeiten können.

Projektziel für 2016: Aufbau von Schulen

Unser Verein "Lichtblick Nepal" hat sich mit seinem im Oktober neugründeten nepalesischen Partnerverein "Ujyalo Nepal" den Wiederaufbau beschädigter Schulen und Dorfgemeinschaftseinrichtungen als vorrangiges Projektziel für das laufende Jahr 2016 gesetzt. Die Kinder erhalten zur Zeit einen improvisierten Unterricht in Hütten und Zelten. Durch die Reparaturen soll sich das Schulleben normalisieren. Wir haben vor Ort acht Schulen besichtigt, die die Übernahme der Reparaturkosten durch "Lichtblick Nepal" erbeten haben.

Schließlich haben wir uns nun auf fünf Schulen im District Kavre-Palanchok (40 km NÖ von Kathmandu) konzentriert. Um eine Mehrfachfinanzierung zu verhindern, haben wir zunächst geklärt, ob schon andere Organisationen Hilfszusagen gegeben haben.

Unter Einbeziehung eines örtlichen Bauingenieurs und eines Architekten wurden die baulichen Notwendigkeiten geklärt und Baukosten ermittelt. Nach Zustimmung des Bildungsministeriums zu den technischen Ausführungen der Reparaturen wurden mit den betreffenden Schulen Verträge abschlossen.  Vier Schulen werden wir mit insgesamt 54.000,- € wiederherstellen. Für eine fünfte Schule haben wir 20.000,- € in Aussicht gestellt. Für diese Schule erwarten wir die notwendigen Genehmigungen im Laufe des April.

Unsere Partner vom Verein "Ujyalo Nepal" in Nepal werden die Baustellen beaufsichtigen und die Mittelverwendung kontrollieren. Bei erfolgreichem Verlauf der jetzigen Arbeiten werden wir die Instandsetzung weiter Schulen unterstützen.

Aufbau von Gemeinschafteinrichtungen und Familienhäusern

Neben den Schulbauten helfen wir zur Zeit beim Wiederaufbau eines Gemeinschaftshauses für Frauen in Shikharpur mit 2.500,- € und eines Dorfhauses in Jiri-Sikri mit 1.700,- €.

In Kathmandu  unterstützen wir im Stadtteil Kalanki ca. 20 verarmte Familien beim Wiederaufbau ihrer vom Erdbeben zerstörten Häuser mit jeweils 850,- € (das sind 30 % der Baukosten). Der Schriftführer unseres nepalesischen Partnervereins, Herr Prabhaker, koordiniert  dabei die Bereitstellung von Zement und Sand. Er kennt den Stadtteil gut und ebenso die bedürftigen  Menschen.

Unterstützung von sozialer Arbeit

Zudem möchte "Ujyalo Nepal" der „Sahara Women Society“ im Stadtteil Kalanki finanziell helfen. Diese betreiben eine Schule für Witwen und alleinstehende Frauen mit Kindern. Zahlreiche nepalesische Frauen versuchen aus Not, in der Hauptstadt Geld zu verdienen. Oft werden sie jedoch ausgebeutet und in Abhängigkeit gehalten. Auch hier hilft die Women Society. Die Helferinnen der  Organisation arbeiten ehrenamtlich. In den zurückliegenden Jahren haben durch ihr Engagement über 120 Frauen Lesen und Schreiben lernen können, daneben handwerkliche Ausbildungen von Nähen bis zum Umgang mit elektrischen Haushaltsgeräten. Das angemietete Schulgebäude der Sahara Women Society wurde vom Erdbeben zerstört. Die jährliche staatliche Zuwendung reicht nicht mal für die Miete des jetzigen Gebäudes. Unser Ziel ist die langfristige Begleitung und Grundsicherung der dort geleisteten Sozialarbeit, die in Nepal bislang nicht vom Staat erbracht und nur minimal unterstützt wird.

Stand: 23.3.2016

 

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