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9. Ausgabe - März 2017
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Themen aus bisherigen Ausgaben...

Eltern richten Bauwagen als Labor für kleine Forscher her

Fünf katholische Kitas in Meschede und Bestwig möchten nun die Kinder schon früh mit dem Projekt „Haus der kleinen Forscher“ an die Naturwissenschaften heranführen. In Kooperation mit der Fachhochschule Südwestfalen bilden sich Erzieherinnen fort, um Kindern naturwissenschaftliche Themen näherzubringen.

 

Im Katholischen Familienzentrum Bestwig gibt es jetzt neu auch ein richtiges „Haus der kleinen Forscher“ – einen alten Bauwagen. Er wird zurzeit renoviert, damit dort künftig die Experimente der Kindergartenkinder stattfinden.

Wo Jugend selbst mit anpackt

Lange war „Mittendrin“ in vieler Munde. Rund um Bestwigs Jugendtreff gab es Sorgen. Eine halbe und dazu noch unbefristete Jugendarbeiter-Stelle reichte für die konstante Begleitung junger Menschen in der Offenen Arbeit nicht aus, Lösungen mussten her – und mit der Neu-Eröffnung des Treffs im März in Kooperation von drei Kirchengemeinden ist der Erfolg wieder da.

Pflege lernen mit Kind

Die einen wollen in den Erwerbsalltag zurückkehren, die anderen verspüren Lust auf spannende Herausforderungen. So unterschiedlich die einzelnen Beweggründe ausfallen: Allen gemeinsam ist die Intention, sich in Teilzeitform von der Verbundkrankenpflegeschule
am St. Walburga-Krankenhaus zur staatlich examinierten Pflege-Fachkraft qualifizieren zu lassen.

 

Die mit diesem Kurs gesammelten, durchweg positiven Erfahrungen haben nun dazu geführt, dass zum 1. Oktober 2015 der nächste Teilzeit-Lehrgang startet.

Stetes Lernen stärkt das Klosterleben

Die Frage nach der Zukunft ihrer Ordensgemeinschaft wird Schwester Johanna Guthoff häufiger gestellt. Natürlich weiß die neue Provinzoberin der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel, dass die Gemeinschaft kleiner wird. „Aber es geht weiter“, ist sie überzeugt. Denn sie hält das Ordensleben für eine moderne Lebensform. Und zudem beschäftigt ihre Gemeinschaft in Deutschland 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „Mit ihnen zusammen wollen wir uns als eine Dienstgemeinschaft sehen und den Auftrag, den uns unsere Gründerin mit auf den Weg gab, weiter nachkommen.“

Rückkehr: Das Zuhause als Wagnis

„Rein finanziell lohnt die Fahrt zu einzelnen Pflegebedürftigen – etwa von Schmallenberg nach Latrop – nicht.“ Die Caritas steht trotzdem zur Versorgung auf dem Land. Jenseits der Finanzen zählt das Motto eines Prospekts der vier Sozialstationen in Bestwig, Meschede, Eslohe und Schmallenberg: „Wir pflegen Menschlichkeit – mit einem starken Netz an Hilfen.“
Zum Netz gehört für Gerhard B. außer den Besuchen der Krankenschwester die Unterstützung durch eine Hauspflegerin. Die Caritas hat auch Angebote wie Pflegeberatung, Hausnotruf oder die bezahlte Rund-um-die-Uhr Pflege von „Caritas 24“.

Nahrungsmittel der Region und Energie direkt vom Klosterberg

Auch im Blick auf die Zukunft versucht die Abtei Königsmünster seit Jahren, Verantwortung zu übernehmen. Wie sollte Zukunft sein, wenn wir mit der Gegenwart nicht gut umgehen? Nicht
nur mit der Zeit, die uns gegeben ist - sondern vor allem mit den Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen. Verantwortlicher Umgang heute heißt Zukunft für spätere Generationen.

Wer im Leben - in Vielfalt und Gesundheit - auf das setzt, was „in der Gegend ist“ und auf das, was unter fairen biologischen Voraussetzungen geschaffen ist, der setzt auf Zukunft!

Ob ein Dorf stirbt, entscheidet es selbst.

Es geht um Lebensqualität und Entwicklung. Egal, ob in Calle, Schüren oder Remblinghausen. Aus der Dorfgemeinschaft selbst und mit Unterstützung durch die Stadt Meschede sind Remblinghausen sowie Calle mit Wallen, Voßwinkel, Mülsborn, Schüren und
Stesse in Dorfentwicklungsprozesse eingestiegen. Ein Thema, das bewegt. Zum Bürgerworkshop in Wallen kamen im Frühjahr über 160 Teilnehmer. Wennemen und Grevenstein folgen. Über die Dorfentwicklung Remblinghausen 2014, wo fast 120 Teilnehmer zum Workshop kamen, sprach Ulrich Wilmes mit Michael Stratmann, Vorsitzender des Bezirksausschuss in Remblinghausen.

Rote Renner aus dem Sauerland

Stolz präsentierten Carlos, Sören, Jonas und Thilo aus Neheim ihren selbst konstruierten
Rennwagen bei den Paderborner NRW-Meisterschaften der Formel 1 der Schulen. Unterstützt sowie fachlich begleitet von Kolping Südwestfalen in Meschede hatten sich Sauerländer Teams wie die Neheimer seit 2014 darauf vorbereitet, PC-konstruierte und selbst gebaute Balsaholz-Autos ins K.o.-Rennen mit der NRW-Konkurrenz zu schicken. Alle Teams präsentierten ihre Autos im Paderborner Nixdorf-Forum wie auf einer Messe – also mit allen technischen und optischen Besonderheiten.

Pastorale Räume: Beraten über Zukunft und Abschied nehmen

Die Katholische Kirche wird bis 2030 bis zu 30 Prozent ihrer Mitglieder aufgrund des demografischen Wandels verlieren. Bis 2050 sind es sogar 50 Prozent. Bei der Kolpingsfamilie Meschede informierte Dirk Wummel, Finanzchef des Erzbistums Paderborn, über solche Entwicklungen der Katholikenzahlen, der Taufen – und der Finanzen im Erzbistum.
Bei einer anderen Veranstaltung in der Reihe „Einblicke“ hatte zuvor auch Ingrid Schülke vom Gemeindeverband über „Zahlen, Daten, Fakten – und das liebe Geld“ vor 120 Zuhörer/innen referiert. Ihr ging es um die zukünftige Entwicklung im Pastoralen Raum Meschede-Bestwig.

Zukunftsbild: Gott in Freude und Ängsten des Lebens entdecken

Mit den Schlagworten „Aufbruch – Berufung – Zukunft“ wurde im Oktober 2014 das neue Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn in Kraft gesetzt.
Über mögliche Konsequenzen, die das Zukunftsbild für die Kirche im Sauerland haben kann, sprachen wir mit Stephan Lange, Leiter der Abteilung Gemeinde- und Erwachsenenpastoral im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn.

„Prävention macht uns sensibel“

Es ist ein Mammut-Projekt in Kirchengemeinden deutschlandweit und auch im Sauerland: Haupt- und Ehrenamtliche nehmen die Präventionsschulung ernst. Worum es geht? Um den Schutz vor sexualisierter Gewalt. Alle in Gemeinden und Einrichtungen sollen sensibel werden – und wachsam für
mögliche Übergriffe gegen Heranwachsende und hilfebedürftige Erwachsene.

Das Erzbistum Paderborn sorgt nun flächendeckend für Vorbeugung. Es werden Haupt- und Ehrenamtliche in kirchlichen Einrichtungen und in den Gemeinden geschult.

Je nach Aufgabenbereich sind kirchlich Aktive im Zeitumfang von einem Abend bis hin zur Tagesschulung – etwa für hauptamtliche Erzieherinnen – eingeladen.

Partner für Sri Lanka

Sie waren fremd, sprachen nur wenig verständliches Englisch. Und sie wurden als Flüchtlinge aus Sri Lanka von vielen hierzulande erst wenig bemerkt. In der Stadt bemerkte man die Geflohenen, als sie ihre Kinder in unsere Schulen schickten. Da saßen sie nun, die dunkelhäutigen Kinder aus dem fernen Land - zwischen den hellhäutigen Einheimischen.
Wir wussten nicht viel. An der Realschule arbeitete seit 1990 Norbert Vogtmann als Pädagoge mit diesen Kindern zusammen. Den Eltern gab er Sprachunterricht, in der Schulgemeinde warb der heutige stellvertretende Schulleiter dafür, dass die Mitschüler und deren Umfeld Verständnis für die noch fremden Menschen gewinnen konnten. Es begann
eine erstaunliche und bestaunenswerte Geschichte.

Nah bei Kauz und Katze

Zwei Monate ist sie schon her, die zweite Tour bei Vollmond im Moor mit Ranger Jörg Pahl. Bei den Führungen mit dem Mann vom Landesbetrieb Wald und Holz konnte die Dame aus Lippstadt nicht dabei sein. Doch beim nächsten Mal will sie bei Vollmond im Herbst hoch auf den Stimmstamm nicht fehlen.

Was reizt bisher 135 Gäste am Moor, an Wanderungen bei fast völliger Dunkelheit - mit „Ranger Jörg“ auf dem Plackweg? Und wer ist der Naturführer, der auch Grusel von Hitchcock, Edgar Wallace, Wolf und Waldkauz erzählt? Im Auftrag des Landes schneidet er als Forstund Tourismus-Mann auch Hauptwege frei, schildert bei Forst-Arbeiten Umwege
aus und hat den Blick dafür, dass Holzbauern und Erholungssuchende den Wald einvernehmlich nutzen. Beim Kaffee im Wohnzimmer erläutert Pahl, bei Wolf und Waldkauz gehe es beileibe nicht ums Gruseln, sondern um heimische Tiere der Natur.